Schmetterlinge in weiß
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du warst zu nah zu fern, vielleicht musstest du deshalb gehn.

vielleicht auch nicht, ich weiß es nicht.

waren die gefühle zu viel oder zu wenig? zu stark oder zu schwach? nacht für nacht lieg ich wach und mach mir gedanken über das was war was kommt was ist was bleibt was geht.

ist es gut so wie es ist oder macht es mich nur kaputt?

sag mir wann hören die tränen auf? sind sie irgendwann leer? und was ist wenn sie leer sein sollten. ist das das ende der unendlichkeit? sterblichkeit? ich weiß es nicht.

du warst auf einmal da und auf einmal weg. ist dies die ironie des lebens über die so viel geschrieben wird? oder ist es das resultat eines fehlers den wir übersehen haben?

ich habe mich geöffnet, auch wenn du denkst ich blieb verschlossen. ich habe dich in mein leben gelassen und dir mein herz geschenkt.

wenn du in der nähe bist gibst du es mir wieder?

es ändert nichts ob du es behältst oder nicht. ich möchte nur gerne selber kaputt machen was mich so gequält. es fragen wieso es das tut.

es wird immer so bleiben. ich laufe und laufe suche und finde und verliere.

behalt mich in erinnerung wie am ersten tag, als noch alles neu und unbenutzt war.

ich bin die falsche für dein leben und das weiß ich jetzt.

ich sollte den schlussstrich ziehen, doch ich kann es nicht

 

stattdessen fließen meine tränen weiter bis zu dem tag an dem sich vielleicht etwas ändern mag

 

...

 

Recov

 

12.5.10 02:16


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Die Hölle eines Marzipancrossants

durch die schlitze der jalousie kitzeln sanft die ersten strahlen der morgensonne. es könnte jedoch auch schon die mittagssonne sein. stille. oder auch nicht. das hämmern im kopf nimmt einem jedwegen bezug zur realistischen unterscheidung ob stille, oder nervenbetäubenden baulärm.

die hand tastet blind nach der kippenschachtel, welche die nacht zuvor achtlos in die ecke geschmissen wurde. klamotten - schuhe - flaschen - kippen. endlich.

blauer dunst erfüllt den raum und schließt sich mit dem mief der nacht zusammen um ein weiteres dröhnen des kopfes hervorzurufen.

hervorragender zeitpunkt um sich zu fragen woher diese hämmernden kopfschmerzen kommen und warum es schon wieder so ein missratender start in den tag wird.

eventuell auch ein guter moment um zu ergründen, wieso die schnapsflaschen dem abend schon wieder nicht stand hielten.

aber ich habe auch an diesem tag wieder keine erklärung die mir irgendwer abnehmen würde. man könnte es alles auf den lauf der jugend schieben, auf die geschehnisse der kindheit oder aber auch auf diese nullbock einstellung.

was auch immer es sein mag, für mich keine wohltuende erklärung. also bleibe ich bei der aussage die alle in meinem alter befriedigt. das leben ist scheiße und ich lasse mich davon mitreissen.

eigentlich aber alles nur gedanken die durch mein immer noch trunkenes gehirn fließen.

da tut sich bereits die nächste frage auf. ist es sonntag oder müsste ich bereits wieder im laden stehen und mit künstlichem konsumgestraften lächeln billige klamotten zu topmarken aufzeichnen.

vielleicht mal die cheffin anrufen. oder lieber doch nicht. falls sich dann heraus stellen sollte, dass es erst sonntag ist, wär das alles eine mehr als peinliche aktion und ich würde somit gleich meine kündigung unterzeichnen.

die letzte woche verging im immer während gleichen trott. aufstehen, ein alltagstaugliches gesicht zeichnen, dummen leuten noch dümmere mode verkaufen ( das ist so ähnlich wie es sich mit diesem schild verhält "achtung doof" und abends in einer bar enden mit mindestens vier untervögelten bauarbeitern.

mein name ist tracy und ich befinde mich in den angeblich besten jahren meines lebens, indem ich auf die mitte der 30 zugehe (womit sich eine meiner ausrede des alkohol bezüglich schon wieder von selbst auslöscht). tagsüber arbeite ich in einer boutique um mich dann abends mit apfeltinis in den verschiedensten bars new yorks rumtreiben kann um mir die fragen des lebens zu stellen.

ledig, ein paar pfund zu viel und ich befinde mich zur zeit in der hölle eines marzipancrossants.

 

 

14.3.10 01:47


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